2013


IG BAU Münster-Rheine will besseren Arbeitsschutz in der Landwirtschaft

„Grüne Arbeitsplätze“ im Münsterland besonders gefährlich


Münsterland, 15.06.2013
„Grüne Jobs“ in der Region sicherer machen: Die IG Bauen-Agrar-Umwelt im Münsterland will mehr Arbeitsschutz für Beschäftigte auf Bauernhöfen, im Garten- und Landschaftsbau, in Obst- und Gemüseanbaubetrieben sowie im Forst. „Der Agrar- und Forstbereich gehört zu den Branchen mit dem höchsten Unfallrisiko. Wer im Münsterland in diesem Bereich arbeitet, lebt besonders gefährlich. In der Landwirtschaft sind vor allem ältere Menschen einem hohen Unfallrisiko ausgesetzt“, sagt Wolfgang Berkes.

Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine verweist dabei auf die aktuellen Zahlen der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. Im vergangenen Jahr seien hier für Nordrhein-Westfalen mehr als 12.000 Unfälle registriert worden. Kollisionen mit Schleppern, Stürze von Obstleitern und Heuböden oder Unfälle mit Tieren hätten vielfach schlimme Folgen. Für neun Beschäftigte endete der Job sogar tödlich.

„Wir müssen bei uns in der Region dazu beitragen, dass diese Zahlen spürbar gesenkt werden“, sagt Berkes. Vor diesem Hintergrund appelliert die Agrar- und Forstgewerkschaft an die Arbeitgeber, den Unfallschutz ihrer Beschäftigten ernster zu nehmen. Dazu gehöre die Bereitstellung von Schutzausrüstung. Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen seien ein Muss, ebenso Gesichts- und Gehörschutz beispielsweise bei Baumarbeiten. Der Unfallschutz bei Erntefahrzeugen lasse sich durch Rückfahr-Kameras und Zusatzspiegel verbessern. Berkes: „Zudem ist die Einhaltung der Arbeitszeiten ein wichtiger Punkt. Stress und Zeitdruck sind Hauptursachen für Unfälle“. In der Landwirtschaft erfordere gerade der Umgang mit Tieren und Technik volle Konzentration.

4stats

Kalender


<November  2017>
MoDiMiDoFrSaSo
12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930