2013


Rente muss zum Leben reichen –Gutes und bezahlbares Wohnen

IG BAU Münster-Rheine läutet Wahljahr 2013 ein – Themen im Fokus:


Münster, 14.02.2013
Den „Wahl-Nagel in die Wand schlagen“ will die IG Bauen-Agrar-Umwelt: Die IG BAU Münster-Rheine hat angekündigt, auf ihrem Bezirksverbandstag zur Bundestagswahl entscheidende Forderungen an die Parteien zu richten. Allen voran werde es um die Rente und den Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen gehen, kündigt IG BAU-Bezirksvorsitzender Wolfgang Berkes an. Ebenso steht in zwei großen Branchen ein Lohn-Plus an: Für den Bau und die Gebäudereinigung stehen Tarifverhandlungen auf dem Plan. Als Gastredner wird auch der Vize-Bundesvorsitzende Robert Feiger die Positionen der IG BAU erläutern.

„Vom Bauarbeiter bis zur Gebäudereinigerin – die Rente 67 ist und bleibt das sozialpolitische Reizthema Nummer eins. Bis 67 arbeiten zu müssen, geht für viele einfach nicht. Punkt. Ende. Aus. Das hält kein Gerüstbauer, kein Dachdecker, kein Landschaftsgärtner durch“, so der Bezirkschef der IG BAU Münster-Rheine. Darauf müssten die Parteien ihre Wahlprogramme abstellen. Alles andere ziele am „arbeitenden Wahlvolk“ vorbei.

Die IG BAU hat angekündigt, eine klare „Renten-Messlatte“ für die Parteien auf ihrem Bezirksverbandstag zu legen. „Wir werden eine Rentenresolution verabschieden. Jeder Bundestagskandidat kann dann entscheiden, ob er in der Renten-Frage mit den Stimmen der Mitglieder der IG BAU rechnen kann oder auf sie verzichten will“, so Berkes. „Wir haben die Wahl: Rente muss zum Leben reichen!“ – so das Motto der IG BAU im Wahljahr 2013.

Dabei fordert die Gewerkschaft eine „sichere Brücke“ von der Arbeit in die Rente. „Nach 44 Jahren in der Rentenversicherung muss eine Rente ohne Abschläge drin sein. Außerdem brauchen wir Unterstützung für ein Altersübergangsgeld, das ältere Arbeitnehmer mit Gesundheitsproblemen absichert und ihnen neue Job-Perspektiven verschafft“, sagt der IG BAU-Bezirksvorsitzende. Darüber hinaus fordert Berkes eine „Bürgerversicherung“. Dabei müssten die starken Schultern auch mehr Verantwortung übernehmen. Die IG BAU fordert zudem, Rentenbeiträge aus Niedriglöhnen künftig höher zu bewerten.

Auch mit dem Absenken des Rentenniveaus müsse Schluss gemacht werden. Beitragssenkungen seien für die Arbeitgeber ein „milliardenschweres Wahlgeschenk“. Die Beschäftigten merkten davon jedoch herzlich wenig. „Wer ein Leben lang hart gearbeitet hat, muss von der Rente auch leben können. Und zwar von der gesetzlichen Rente“, macht der IG BAU-Bezirkschef deutlich. Und er fordert die heimischen Bundestagskandidaten unmissverständlich auf: „Traut euch zu uns auf die Baustellen oder in die Betriebe, bevor ihr in Berlin über unsere Rente entscheidet!“

Darüber hinaus wird Wolfgang Berkes auf dem IG BAU-Bezirksverbandstag an die Parteien appellieren, den Fokus stärker auf den Wohnungsbau zu legen: „Vor allem in begehrten Wohnlagen und Ballungszentren dreht sich die Preisspirale bei Neumieten gnadenlos nach oben. Es wird immer schwerer, gut und bezahlbar zu wohnen. Die Heizkosten galoppieren weg“, so Berkes.

Für die energetische Gebäudesanierung müsse deshalb wesentlich mehr getan werden. „Wenn der Staat die Energiewende will, dann nur mit den Hausbesitzern und Mietern. Und das bedeutet: Wir brauchen eine bessere Förderung für die Energiespar-Sanierung. Günstige Kredite von der KfW helfen dabei. Notwendig sind vor allem aber auch direkte Zuschüsse. Wir brauchen echte Sanierungsanreize“, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende.

Dies gelte ebenso für das altersgerechte Sanieren. „Die wenigsten Haus- oder Wohnungsbesitzer werden sich mit 65 oder 70 Jahren noch einen Kredit ans Bein binden wollen – geschweige denn ein Darlehen von der Bank bekommen. Um ihnen die Chance zu geben, ihr eigenes Zuhause seniorengerecht umzubauen, brauchen wir einen staatlichen ‚Alters-Bau-Zuschuss’“, fordert Wolfgang Berkes. Ziel müsse es sein, so viele Senioren so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden wohnen zu lassen. Ihnen bliebe so der vorzeitige Gang ins Pflegeheim erspart.

Es geht auf dem Bezirksverbandstag aber auch um die Lohntüte der IG BAU-Mitglieder: Für den Bau will die Gewerkschaft ein Lohn-Plus von 6,6 Prozent erreichen. Den Bezirksverbandstag will Wolfgang Berkes nutzen, um die heimischen Bauarbeiter auf die Tarifauseinandersetzung einzuschwören: „Wir stehen im Schulterschluss und ziehen an einem Strang – auf dem Bau genauso wie in der Gebäudereinigung“, so der IG BAU-Bezirkschef. Für die Reinigungskräfte geht es um eine Lohnerhöhung von 70 Cent pro Stunde.

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