2014


Weltmeister in Sachen Solidarität: IG BAU bedankte sich für 5.755 Jahre Gewerkschaft

Ibbenbüren: IG BAU Münster-Rheine feierte mit 147 Jubilaren


Ibbenbüren, 09.11.2014
Wenn‘s um Solidarität geht, sind sie Weltmeister: Mit zusammen 5.755 Jahren Gewerkschafts-Mitgliedschaft hätten sich die Jubilare der IG BAU Münster-Rheine so manchen Pokal verdient. Am Samstag, 8. November, ehrte die Gewerkschaft im Kurzentrum in Ibbenbüren 147 langjährige Mitglieder. Die Festrede hielt Bodo Matthey, Regionalleiter der IG BAU Westfalen. Er würdigte den Einsatz der Jubilare in den vergangenen Jahren. Nach wie vor sei aber ihre tatkräftige Unterstützung bei den aktuell brennenden Themen wichtig: Rente 67, prekäre Beschäftigung oder Altersarmut. Wie beim Fair Play im Sport solle auch in der Arbeitswelt gelten: „Faire Arbeit jetzt!“.

Gemeinsam mit dem IG BAU-Bezirksvorstand zeichnete der Vorsitzende Wolfgang Berkes die Jubilare aus. Besonders geehrt wurde ein Kollege, der sogar schon seit 65 Jahren Mitglied in der IG BAU ist.
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Unsere treuen Mitglieder sind seit vielen Jahren die Aktivposten gegen schlechte Arbeitsbedingungen, Dumpinglöhne und miese Chefs“, betonte Wolfgang Berkes. „Wir erleben überall einen Trend: Es gibt immer mehr Arbeitsplätze mit niedrigen Löhnen, die zum Leben nicht reichen. Immer mehr Jobs, die befristet sind und damit auf ‚wackeligen Füßen stehen’, immer mehr Teilzeitbeschäftigung und mangelnden Kündigungsschutz – Jobs, die Menschen zu Aufstockern machen und ihnen weder Sicherheit noch Perspektive bieten“, so der Bezirkschef der IG BAU Münster-Rheine.

Auch wenn viele Jubilare in die Jahre gekommen sind, in Sachen Engagement und politischer Vitalität seien sie gut aufgestellt: „Es gibt eine Menge Themen, bei denen gerade IG BAU-Senioren am Ball bleiben“, so Wolfgang Berkes. Dazu gehört immer noch das Thema Rente, das der IG BAU Münster-Rheine auf den Nägeln brennt. „Jeder in der IG BAU hat für eine faire Rentenreform gekämpft – allen voran unsere Jubilare. Denn sie wissen aus eigener Erfahrung, welche Chancen ein Arbeiter in einem körperlich anstrengenden Beruf hat, bis 63 oder 67 durchzuarbeiten. Die sind nämlich gleich Null“, so Berkes.

Die IG BAU hatte bei der Rentenreform mehr gewollt: „Neben einem generellen Stopp für die ‚Rente mit 67’ auch eine Bürgerversicherung, die die Rente gerecht und solide finanziert. Oder eine ‚Altersflexi’-Regelung für die, die es nicht bis zur Rente schaffen“, machte der Gewerkschafter deutlich. Dafür werde sich die IG BAU für alle Beschäftigten weiterhin mit Nachdruck einsetzen – vom Maurer bis zum Maler, von der Gebäudereinigerin bis zum Gärtner, vom Dachdecker bis zum Straßen- und Kanalbauer. „Die Jubilare sind echte Vorbilder für den Gewerkschafts-Nachwuchs. Sie haben über Jahrzehnte hinweg geholfen, das Tarifgefüge im Lot zu halten und die Arbeitsbedingungen zu verbessern", sagte Berkes.

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