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Bei Streit im Job: Rechtsexperten der IG BAU Münster-Rheine 1.588 Mal im Einsatz

Gewerkschaft legt Jahresbilanz vor


Münster, 28.02.2018
Vom geprellten Urlaubsgeld bis zur Unterschreitung des Tariflohns: Bei handfesten Streitigkeiten im Job waren die Rechtsexperten der IG Bauen-Agrar-Umwelt Münster-Rheine im vergangenen Jahr stark gefragt. Insgesamt 1.588 Fälle zählten die IG BAU-Rechtsberater in der Region, wie die Gewerkschaft mitteilt.

„Besonders viel hatten die Juristen im Baugewerbe und in der Gebäudereinigung zu tun. Die Beschwerden reichen hier von unbezahlten Überstunden bis hin zu rechtswidrigen Entlassungen“, zieht Detlev Hopp Bilanz. Nach Angaben des IG BAU-Bezirksvorsitzenden sorgten auch verspätete Lohnzahlungen und Hartz-IV-Bescheide für zahlreiche Beratungsstunden.

Die IG BAU Münster-Rheine rät den heimischen Beschäftigten, sich bei Problemen nicht vom Arbeitgeber einschüchtern zu lassen. „Ob im Dachdeckerhandwerk, im Gartenbau oder in der Gebäudereinigung – wer um sein Recht gebracht wird, der sollte sich professionelle Hilfe holen“, sagt der Gewerkschafter. Eine Beratung helfe oft auch bei den scheinbar kleinen Dingen des Arbeitslebens: „So konnte ein Maurer, der täglich zur Baustelle radelt, durchsetzen, dass er für den Arbeitsweg ein Kilometer-Geld bekommt – genauso wie die Autofahrer“, berichtet Hopp. Dies entschied das Landesarbeitsgericht München (Az. 11 Sa 58/17).

Anspruch auf den Rechtsschutz haben alle Gewerkschaftsmitglieder. Termine für die Rechtsberatung können im IG BAU-Büro in Münster (Telefon: 02 51 – 3 01 15) vereinbart werden.

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