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Was ist los bei HACO-Beton in Ibbenbüren?


Ibbenbüren, 02.03.2018
Seit dem 01. März laufen die Betriebsratswahlen in vielen Unternehmen. Bis Ende Mai können Beschäftigte so ihre Interessensvertretung wählen.
Auch die Belegschaft der HACO-Beton Tecklenburg GmbH & Co. KG aus Ibbenbüren wollte diese Wahlen erstmalig zusammen mit der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) durchführen. Doch in der Geschäftsleitung des vom Ibbenbürener Bauunternehmer Klaus Börgel geführten Unternehmens regte sich schnell Widerstand.

„Am 23.Februar haben wir die Geschäftsführung über die Einleitung der Wahl informiert. Noch am selben Tag flatterte einem engagierten Kollegen die Kündigung in´s Haus“, so IG BAU Sekretär Sascha Brüggemann.

Im Normalfall ist die Einleitung einer Wahl Tagesgeschäft für die Gewerkschaft. In kürzester Zeit kann die Belegschaft einen Wahlvorstand bestimmen, der eine ordentliche Wahl durchführt. Für den 07.März war die nächste Versammlung mit den HACO-Beschäftigten geplant. Doch die Geschäftsführer Klaus Börgel und Thomas Schlütting führten weitere Gespräche und es folgte die nächste Kündigung.
„Da wird nun massiv Druck auf die Belegschaft ausgeübt. Das jetzt zwei engagierten Beschäftigten gekündigt wurde, ist ein absolutes Unding. Hier sollen Menschen, die eine Interessensvertretung wünschen, mundtot gemacht werden“, so Gewerkschafter Brüggemann weiter.

Gesetzlich steht es allen Beschäftigten in Unternehmen mit mehr als 5 Mitarbeitern zu, sich einen Betriebsrat zu wählen. Für den Ablauf der Wahlen gibt es strikte Vorgaben aus dem Betriebsverfassungsgesetz. Dort ist auch geregelt, dass Arbeitgeber einen Betriebsrat eigentlich nicht verhindern können. Doch bei HACO scheut sich die Geschäftsführung anscheinend nicht, den unsozialen Weg der Kündigung zu gehen. Besonders brisant ist, dass in der HACO-Beton Gesellschafter verschiedener Tecklenburger Bauunternehmer sitzen. Neben Börgel Bau stimmen u.a. Nietidt Bau, Schwabe Bau aus Mettingen, Ostendorf und Overberg Bau in der Vollversammlung ab. Außerdem ist die Kreissparkasse beteiligt an dem Zusammenschluss.
„Über die Geschehnisse in Ibbenbüren bin ich schockiert. Meiner Meinung nach darf so nicht mit Menschen umgegangen werden, die sich Rechte aus der Betriebsverfassung einfordern. Unsere Gewerkschaft steht natürlich an der Seite der Kolleginnen und Kollegen“, so IG BAU Sekretär Sascha Brüggemann abschließend.
Interessierte Beschäftigte die einen Betriebsrat in ihrem Unternehmen installieren wollen finden Rat bei der Gewerkschaft.
Das Büro der IG BAU ist unter Tel.: 0251-30115 oder per Email muenster@igbau.de zu erreichen.

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