2013


Politiker mit Knochenjob


Münster, 16.06.2013
Auf dem Bezirksverbandstag des Bezirksverbands Münster-Rheine im Februar dieses Jahres hatten die Delegierten die Entschließung „Wir haben die Wahl: Rente muss zum Leben reichen!“ verabschiedet. Diese Entschließung ging an Bundes- und Landtagskandidaten im Bereich des Bezirksverbandes Münster-Rheine zusammen mit der Einladung auf einer Baustelle den Kolleginnen und Kollegen zu zeigen, wie sie den ‚Knochenjob‘ bis 67 schaffen sollen!

Die Rückmeldungen waren zahlreich – kein Wunder: ist ja Wahljahr! Am 27. Mai war es dann soweit, das erste Treffen auf einer Baustelle am Landesmuseum im Zentrum von Münster fand statt.

Die Bundestagskandidatin Katrin Vogler (DIE LINKE), der Bundestagskandidat Christoph Strässer (SPD) sowie der Landtagsabgeordnete Thomas Marquardt (SPD NRW) waren gekommen. Sie mussten selbst Hand anlegen und Steinplatten verlegen. „Ganz schön schwer die Dinger“ war nur einer der Kommentare. Die Kollegen der Baufirma machten den Bundestagskandidaten deutlich, dass die „Rente mit 67“ völlig indiskutabel ist – bei dem Job ist man meistens schon viel eher gesundheitlich am Ende.

Bei drei weiteren Baustellenbesuchen in anderen Orten des Bezirksverbands werden wir den Kandidaten/innen weiter ‚auf den Zahn fühlen‘.

Unsere Rente muss zum Leben reichen – auch darüber haben wir im September die Wahl. Die IG BAU Münster-Rheine fordert die Bundestagskandidaten aus dem Münsterland auf, sich besonders einzusetzen für:


Sichere Übergänge von der Arbeit in die Rente!

Bis 67 arbeiten? Das schaffen wir nicht. Wir brauchen sichere Übergänge, die auch in Kleinbetrieben und bei besonders belastenden Berufen funktionieren. Zum Beispiel eine Rente ohne Abschläge nach 44 Versicherungsjahren. Und ein Altersübergangsgeld – das sichert ältere Arbeitnehmer mit Gesundheitsproblemen ab und erschließt neue Perspektiven für die Beschäftigung.

Eine gesetzliche Rente, die zum Leben reicht!

Gerade wer ein Leben lang hart gearbeitet hat, muss von seiner Rente Leben können. Deswegen brauchen wir als ersten Schritt einen Stopp der Rentenniveausenkungen und eine Höherwertung von Beiträgen aus Niedrigstlöhnen. Langfristig muss die Rentenversicherung umgebaut werden zu einer „Bürgerversicherung“, in der starke Schultern mehr Verant-wortung übernehmen.

Wir sagen „Nein“ zu einer Politik, die - statt gute Renten zu sichern - Beitragssenkungen vornimmt. Bei uns kommt kaum etwas davon an, aber für die Arbeitgeber ist es ein milliardenschweres Wahlgeschenk!

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