2013 - Bodo Matthey neuer Westfalen-Chef der IG BAU

Bodo Matthey neuer Westfalen-Chef der IG BAU

Gewerkschaft in möglichst vielen Betrieben verankern


Dortmund, 21.11.2013
Neuer Westfalen-Chef der IG-BAU: Der bisherige Vize, Bodo Matthey, rückt an die Spitze der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt in Westfalen. Er tritt damit die Nachfolge von Carsten Burckhardt an, der in den IG BAU-Bundesvorstand gewählt worden ist. Als neuer Regionalleiter vertritt der 54-Jährige die Interessen von mehr als 40.000 Gewerkschaftsmitgliedern in ganz Westfalen. Zu ihnen zählen neben Dachdeckern, Maurern, Malern und Gebäudereinigerinnen auch Floristinnen, Forstbeschäftigte, Umwelttechniker und Gärtner. Eine der Hauptaufgaben von Matthey wird die Koordination der fünf IG BAU-Bezirksverbände Westfalen-Mitte-Süd, Bochum-Dortmund, Emscher-Lippe-Aa, Münster-Rheine sowie Ostwestfalen-Lippe sein.

Matthey, der auf gutes Teamwork setzt, hat als Maurer den Bau von der Pike auf gelernt und gehört der Gewerkschaft seit 1975 an. Anfang der 90er-Jahre startete er mit der Ausbildung zum Gewerkschaftssekretär seine hauptberufliche IG BAU-Karriere in Herford und Bielefeld.

„Die Verankerung der Gewerkschaft in möglichst vielen Betrieben – darauf möchte ich bei meiner Arbeit einen besonderen Schwerpunkt setzen“, sagt Matthey. Er verweist dabei auf die besondere Bedeutung der Betriebsratswahlen im kommenden Jahr. Darüber hinaus will der 54-Jährige dafür sorgen, dass die IG BAU Westfalen politisch weiterhin ein „gewichtiges Wort“ mitredet. Bodo Matthey: „Insbesondere bei arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Themen werden wir als viertgrößte DGB-Einzelgewerkschaft den Finger in die Wunde legen, wenn es nötig ist. Die Stimme der IG BAU muss im Landtag deutlich zu hören sein, genauso wie im Bundestag.“

Als „heiße politische Eisen“ nennt der neue IG BAU-Chef hier den Missbrauch bei Leiharbeit und Werkverträgen, Altersarmut, die Ungerechtigkeiten durch die Rente mit 67 und den Wildwuchs bei befristeten Arbeitsverträgen. Darüber hinaus müsse es dringend Weichenstellungen zur Bekämpfung der Wohnungsnot und zur Verbesserung der Infrastruktur in Westfalen geben.

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