2012 - IG BAU Münster-Rheine: Jetzt mehr Geld für CO2-Gebäudesanierung

IG BAU Münster-Rheine: Jetzt mehr Geld für CO2-Gebäudesanierung

720 Wohneinheiten mit 13 Millionen Euro in Münster gefördert


Münster, 29.03.2012
Signal für Gebäudesanierung auf „Grün“: Haus- und Wohnungseigentümer in Münster können wieder mit mehr Geld für klimagerechte Sanierungen rechnen. Im Bundeshalt werden für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW bis 2014 feste Fördermittel in Höhe von 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt. Darauf hat der IG BAU-Bezirksverband Münster-Rheine hingewiesen. In den vergangenen Wochen standen die ursprünglich zugesagten Bundesmittel für die umweltgerechte Sanierung auf der Kippe, da die Finanzierung nicht gesichert war.

Die Bereitstellung der 1,5 Milliarden Euro ist ein positives Signal insbesondere für die heimischen Handwerksbetriebe. Haus- und Wohnungseigentümer haben jetzt bessere Chancen, an Geld aus dem Fördertopf zu kommen. Jetzt gibt es wieder ein Stück mehr Verlässlichkeit“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Wolfgang Berkes. „Allerdings ist der Betrag bei weitem nicht ausreichend. Angesichts des immensen Bedarfs an umweltgerechten Sanierungen und Modernisierungen – auch in Münster – sind bundesweit mindestens 2 Milliarden Euro im Jahr, mittelfristig sogar 5 Milliarden Euro, notwendig. Nur dann werde der Bund seiner umwelt-, energie- und klimapolitischen Verantwortung gerecht.“

Die KfW-Förderung biete Haus- und Wohnungseigentümern die Chance, die eigenen vier Wände zu sanieren. Sie ist ein großer Anreiz, auch mit privatem Kapital in Energieeinsparung zu investieren“, so Wolfgang Berkes. Allein im vergangenen Jahr seien durch das CO2-Gebäudesanierungsprogramm rund 720 Wohneinheiten in Münster gefördert worden. Für die energetische Sanierung sind nach Informationen der IG BAU dafür rund 13 Millionen Euro an zinsgünstigen Krediten aus dem KfW-Programm nach Münster geflossen.

Dass der Haushaltsausschuss des Bundestages die finanzielle Wackelpartie beendet hat, sieht die IG BAU auch als Ergebnis ihres Protestes. Berkes: „Gemeinsam mit anderen konnten wir als Bau- und Umweltgewerkschaft in Berlin deutlich machen, dass die Erfolgsgeschichte ‚energetische Gebäudesanierung’ nicht finanziell ausgebremst werden darf. Wir haben klargestellt, dass die klimagerechte Sanierung von Wohnungen und Häusern eine wichtige Zukunftsaufgabe ist – für die Umwelt und für die Arbeitsplätze in den heimischen Handwerksbetrieben.“

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