2013 - IG BAU Münster-Rheine: Rentner und Alleinerziehende in Münster profitieren

IG BAU Münster-Rheine: Rentner und Alleinerziehende in Münster profitieren

NRW-Landesregierung startet Offensive für mehr Sozial-Mietwohnungen


Münster, 10.12.2013
Neuer Schub für den sozialen Wohnungsbau: In Münster steigen die Chancen für Menschen mit geringem Einkommen, eine günstige Mietwohnung zu finden. „Sozialwohnungen sind heute im Münsterland oft Mangelware. Das soll sich ändern: Mit einer kräftigen Finanzspritze will die Landesregierung Nordrhein-Westfalen eine Offensive für mehr Sozial-Mietwohnungen starten“, sagt Wolfgang Berkes. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Münster-Rheine begrüßt das Vorhaben von Landesbauminister Michael Groschek (SPD), in den kommenden vier Jahren 800 Millionen Euro für die Förderung von sozialem Wohnraum (680 Mio. Euro) und für die Quartiersentwicklung (120 Mio. Euro) bereitzustellen.

„Das Land nimmt richtig Geld in die Hand und packt damit eines der drängendsten sozialen Probleme an“, sagt Berkes. Denn in Nordrhein-Westfalen fehlen rund 1,17 Millionen Sozialwohnungen, so die IG BAU Münster-Rheine. Dies habe eine Studie des Pestel-Instituts im Auftrag der Bau-Gewerkschaft ergeben. Nur knapp ein Drittel aller finanzschwachen Haushalte in NRW habe derzeit überhaupt die Möglichkeit, eine Sozial-Mietwohnung zu bekommen.

Für Nordrhein-Westfalen gebe es einen Bedarf von rund 1,72 Millionen Sozialwohnungen, so die Berechnungen des Pestel-Instituts. Landesweit seien in NRW allerdings lediglich 544.000 auf dem Wohnungsmarkt registriert. „Bei den Sozialwohnungen klafft eine enorme Lücke. Dass die rot-grüne Landesregierung genau diese jetzt schließen will, ist wohnungsbau- und sozialpolitisch ein großer Wurf“, sagt Wolfgang Berkes.

Der IG BAU-Bezirkschef unterstreicht dabei, dass die Bereitstellung der Fördergelder über einen Zeitraum von vier Jahren hinweg eine gute Planung ermögliche. „Das schafft für die Bau- und Immobilienbranche eine solide Basis. In erster Linie profitieren davon aber finanzschwache Haushalte – darunter viele Rentner und Alleinerziehende“, so Wolfgang Berkes.

Bundesweit habe die Wohnungsbaupolitik der NRW-Landesregierung damit Vorbildcharakter. „Hier können sich andere Bundesländer eine dicke ‚wohnungsbaupolitische Scheibe’ abschneiden“, sagt der Vorsitzende der IG BAU Münster-Rheine. Es gebe sogar Bundesländer, in denen die Fördermittel, die der Bund den Ländern für den sozialen Wohnungsbau zusätzlich bereitstelle, zur Schuldentilgung eingesetzt werden. Gemessen daran mache Nordrhein-Westfalen geradezu eine „Vorzeige-Politik“.

Die IG BAU wertet dies auch als eigenen Erfolg: Mit Nachdruck hatte die Bau-Gewerkschaft bundesweit ein Ankurbeln des Wohnungsbaus gefordert. Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem Neubau von Sozial-Mietwohnungen. „Ziel der IG BAU Münster-Rheine ist es, möglichst vielen Menschen in Münster ein gutes und bezahlbares Wohnen zu ermöglichen. Gleichzeitig bringt der Bau und das Sanieren von Wohnungen einen enormen Pusch für die heimische Bauwirtschaft“, sagt Wolfgang Berkes. Davon würde insbesondere auch der heimische Mittelstand profitieren.

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