2012 - IG BAU Münster-Rheine ehrt 161 Jubilare in Ibbenbüren

IG BAU Münster-Rheine ehrt 161 Jubilare in Ibbenbüren


Ibbenbüren, 19.11.2012
Es hat was von Olympia: In der Disziplin „Arbeitnehmer-Langstreckenlauf“ hat die IG BAU Münster-Rheine jetzt die Siegertreppe aufgebaut. Und auf ihr wurden gleich 161 Gewerkschafter geehrt – für einen „Marathon“ der besonderen Art: „Wir haben die Laufzeiten genau gestoppt: Es sind 25, 30, 40, 50 und sogar 60 Jahre Nonstop-Lauf in der IG BAU. Für den haben die Jubilare eine Auszeichnung verdient“, sagte Carsten Burckhardt, Regionalleiter der IG BAU-Region Westfalen (im Bild links) bei der IG BAU-Jubilarehrung am Samstag im Hotel-Restaurant „Haus Leugermann“ in Ibbenbüren.
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Für den Regionalleiter der IG BAU-Region Westfalen sind die langjährigen Gewerkschaftsmitglieder „echte Leistungsträger“. Nur eine starke Gewerkschaft mit engagierten Mitgliedern habe die Kraft, am Tariftisch gute Löhne und ordentliche Arbeitsbedingungen durchzusetzen. „Dass die Lohntüte voll wird, dafür sorgt die Gewerkschaft. Dafür streiten und streiken wir auch gelegentlich. Das geht aber nur, wenn die Beschäftigten auf dem Bau, in der Gebäudereinigung, im Garten- und Landschaftsbau, genauso wie in der Forst- und Landwirtschaft, in die IG BAU eintreten und ihrer Gewerkschaft die Treue halten. Tariflöhne fallen schließlich nicht vom Himmel“, so Carsten Burckhardt.

Darüber hinaus sei die IG BAU politisch äußerst aktiv und erfolgreich: Mit der Sozialkasse Bau (SOKA-BAU) habe sie für eine eigene, zusätzliche Rentensäule für Baubeschäftigte gesorgt. Ebenso ein Erfolg der IG BAU: das Saison-Kurzarbeitergeld. Damit gelinge es Bauarbeitern, Gärtnern und Landschaftsbauern die Schlechtwetterzeiten im Winter finanziell zu überbrücken.

Zudem habe sich die IG BAU in den vergangenen Jahren ein klares Profil als „Rente-muss-zum-Leben-reichen-Gewerkschaft“ erarbeitet. „Die IG BAU steht wie ein Bollwerk gegen die Rente 67. Diese Rentenkürzung durch die Hintertür muss weg. Das werden wir auch bei der kommenden Bundestagswahl wieder zum zentralen Wahlkampfthema machen“, sagte Carsten Burckhardt. Insbesondere die SPD habe sich nicht zuletzt wegen des „eisigen Gegenwindes vom Bau dazu durchgerungen, endlich von der alten ‚67er-Müntefering-Rente’ ein gutes Stück weit abzurücken“.

Ein leichterer Zugang zur Erwerbsminderungsrente für die, die sich im Job krank gearbeitet hätten, stehe ebenso auf dem „Sozialplan der IG BAU“ wie eine spürbare Erhöhung dieser Rente. „Das alles geht nur mit einer starken Gewerkschaft. Deshalb sind die IG BAU-Jubilare auch ein Stück weit ‚Baumeister des Sozialstaates’“, so der IG BAU-Regionalchef Carsten Burckhardt.

Carsten Burckhardt bezeichnete die Jubilare der IG BAU Münster-Rheine als „Garanten für ein soziales Leben“.

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