2013 - Keiner darf beim Putzen unter 9 Euro pro Stunde verdienen

Keiner darf beim Putzen unter 9 Euro pro Stunde verdienen

Neuer Mindestlohn für 4.580 Gebäudereiniger in Münster


Münster, 17.01.2013
Neuer Mindestlohn fürs Putzen: Ab sofort darf keine der rund 4.580 Reinigungskräfte in Münster unter 9 Euro pro Stunde verdienen. Darauf hat der IG BAU-Bezirksverband Münster-Rheine hingewiesen. Seit Anfang Januar gelte in der Gebäudereiniger-Branche ein höheres Lohn-Limit. „Egal, ob Unternehmen oder Privathaushalt – für alle heißt es: Wenn Chefs jetzt noch Stundenlöhne von unter 9 Euro zahlen, ist das illegal und sogar strafbar“, sagt Wolfgang Berkes.

Der Bezirksvorsitzende der Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU kündigt an, im Jahr 2013 „Mindestlohn-Sünder“ bei den Arbeitgebern noch stärker ins Visier zu nehmen. Hier setze man auf eine enge Zusammenarbeit mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls. „Illegale Beschäftigungspraktiken dürfen in der Gebäudereiniger-Branche in Münster keine Chance haben. Schwarzen Schafen muss das Handwerk gelegt werden“, so Berkes.

Einen Lohn-Check empfiehlt die IG BAU auch den Glas- und Fassaden-Reinigern. Für sie gilt, so die Gebäudereiniger-Gewerkschaft, ab Januar ein neuer, höherer Tariflohn von 11,92 Euro pro Stunde.

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