2012 - Mindestlohn: Maler und Lackierer in Münster streichen mehr Geld ein

Mindestlohn: Maler und Lackierer in Münster streichen mehr Geld ein

IG BAU Münster-Rheine warnt vor „Lohn-Trickserei“ bei Leiharbeitern


Münster, 21.06.2012
Maler streichen mehr Geld ein: In den rund 130 Malerbetrieben und Lackierereien in Münster gilt ab diesem Monat wieder ein Mindestlohn. Auch Leiharbeiter profitieren davon. Darauf hat die IG BAU Münster-Rheine hingewiesen. Kein Maler oder Lackierer dürfe weniger als 11,75 Euro pro Stunde verdienen. „Ab Juli erhöht sich der Mindestlohn für die Fachkräfte dann noch einmal – auf 12 Euro. Auch wer keine Ausbildung hat, muss einen Stundenlohn von mindestens 9,75 Euro bekommen“, sagt Wolfgang Berkes.

Der IG BAU-Bezirksvorsitzende appelliert an die Beschäftigten des Maler- und Lackiererhandwerks in Münster, ihre Abrechnung am Monatsende genau zu kontrollieren.
Gerade in der Maler- und Lackiererbranche sieht die IG BAU Münster-Rheine in Sachen Lohnzahlung oft Rot: „Die Betriebe setzen gern Leiharbeiter ein. Anstatt ihnen den Branchenlohn zu zahlen, werden sie dann aber mit dem deutlich niedrigeren Leiharbeiterlohn abgespeist. Unterm Strich gehen die Beschäftigten so am Monatsende mit rund 300 Euro weniger in der Tasche nach Hause“, so Wolfgang Berkes. Dieser „Lohn-Trickserei“ habe die IG BAU durch den neuen Mindestlohn jetzt einen Riegel vorgeschoben.

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