2012 - Open-Air-Arbeiter in Münster sollen viel trinken und cremen, cremen, cremen

Open-Air-Arbeiter in Münster sollen viel trinken und cremen, cremen, cremen

IG BAU warnt vor „Berufsrisiko Hautkrebs“ bei praller Sommersonne


Münster, 14.08.2012
Für Bauarbeiter und Gärtner in Münster gibt es kein Hitzefrei. Dabei haben sie ziemlich „heiße Jobs“: „Wer in praller Sonne Open-Air-Arbeit macht, der lebt gefährlich. Schwer schuften und schwitzen – wer dann zu wenig trinkt, riskiert eine Menge: Kopfschmerzen, Konzentrationsverlust, Benommenheit, Übelkeit ...“, sagt Wolfgang Berkes. Gerade bei harter körperlicher Arbeit könne Wassermangel schnell zum Hitzschlag führen, so der Vorsitzende des Bezirksverbandes Münster-Rheine der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).

Das regelmäßige „Durstlöschen“ gehöre daher zum kleinen „Sommer-Einmaleins“ für alle, die unter freiem Himmel arbeiten. „Reichlich Flüssigkeit ist ein Muss. Ideal sind Wasser oder Tee. Mindestens drei bis fünf Liter werden bei schwerer Arbeit in der Hitze gebraucht“, so Wolfgang Berkes. Ebenso seien regelmäßige Pausen im Schatten wichtig. Der IG BAU-Bezirksvorsitzende appelliert an die Bauunternehmer und die Chefs von Garten- und Landschaftsbaubetrieben, bei ihren Beschäftigten für ein gutes „Sommer-Care-Paket“ zu sorgen.

Enorm wichtig ist, so die IG BAU, der Sonnenschutz. Neben einer Sonnencreme sollten Bauarbeiter und Gärtner auch auf eine Sonnenbrille mit UV-Schutz achten. Ebenso auf eine vernünftige Kopfbedeckung und Kleidung. „Möglichst viel vom Körper sollte bedeckt sein“, rät Berkes. Wer draußen arbeite, lebe mit dem „Berufsrisiko Hautkrebs“. Gerade deshalb müsse jeder strikt darauf achten, sich möglichst optimal zu schützen.

„Jede Minute Sonne auf der Haut zählt. Es ist eine Art Countdown: Wenn die Diagnose Hautkrebs erst einmal da ist, dann ist es zu spät“, so der Gewerkschafter. Der IG BAU-Bezirksvorsitzende warnt insbesondere auch jüngere Bauarbeiter und Gärtner davor, die Gefahr auf die leichte Schulter zu nehmen. „Das Problem wird größer, nicht kleiner“, so Berkes. Erstmals sei Hautkrebs jetzt auch als Berufskrankheit anerkannt.

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