2013 - Wie in Stein gemeißelt: Steinmetze bekommen in Münster 11 Euro Mindestlohn

Wie in Stein gemeißelt: Steinmetze bekommen in Münster 11 Euro Mindestlohn

IG BAU Münster-Rheine: Oktober-Lohnabrechnung kontrollieren


Münster, 17.10.2013
Lohndumping bei Steinmetzen wird illegal: Ab Oktober gilt für Steinmetzbetriebe erstmals ein Mindestlohn. Beschäftigte der Branche in Münster sollen deshalb am Monatsende ihre Lohnabrechnung genau kontrollieren. Dazu hat die IG BAU Münster-Rheine aufgerufen. „Kein Steinmetz in Münster darf jetzt weniger als 11 Euro pro Stunde verdienen. Das ist die unterste Lohngrenze“, sagt Wolfgang Berkes.

Der Vorsitzende der IG BAU Münster-Rheine wirft der bisherigen schwarz-gelben Bundesregierung eine „Hinhaltetaktik“ beim Mindestlohn vor: „Die Steinmetze haben lange auf ‚politischen Granit’ gebissen.“ Die von Merkel geführte Regierung habe sich für die Lohnuntergrenze immerhin mehr als ein Jahr Zeit gelassen. „Dabei hat gerade die körperlich harte Steinmetzarbeit allemal einen Mindestlohn verdient“, so Berkes.

Darüber hinaus appelliert der IG BAU-Bezirkschef an die heimischen Betriebe im Steinmetz- und Bildhauerhandwerk, den Arbeitsschutz nicht zu vernachlässigen: „Wer mit Steinfräse, Flex, Schleif- und Bohrmaschinen oder Presslufthammer arbeitet, für den sind Schutzbrille, Hörschutz, Staubmaske und Arbeitsschuhe mit Stahlkappe ein Muss. Darauf haben die Chefs zu achten.“

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