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1. Mai 2022

Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Tag der Arbeit 2022

1. Mai 2022
08.04.2022
Presse

Frieden, Gerechtigkeit und sozialer Zusammenhalt kommen nicht von selbst. Sie müssen immer
wieder gemeinsam erkämpft werden. Die Menschen spüren das in diesem Jahr so intensiv wie seit
vielen Jahren nicht mehr.
In diesen Zeiten tiefgreifender Veränderungen stehen die Gewerkschaften für ein solidarisches
Miteinander. Gemeinsam gehen wir in diesem Jahr wieder auf die Straßen und Marktplätze und
setzen am Tag der Arbeit ein sichtbares Zeichen für eine gerechte und friedvolle Zukunft. Denn wir
wissen: Solidarität braucht Nähe!

schen. Millionen Menschen, insbesondere Frauen und Kinder, sind auf der Flucht. Dieser Krieg ist
auch ein Angriff auf die europäische Friedensordnung, die auf Freiheit, Menschenrechten, Selbst-
bestimmung und Gerechtigkeit basiert. Unsere Botschaft zum 1. Mai lautet:
Solidarität, Frieden und Selbstbestimmung für die Ukraine! Wir sind geeint in
der Überzeugung: Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder! Weltweit!
Mit rasanter Geschwindigkeit hat sich unser Leben in den vergangenen Jahren verändert. Klima-
schutz, Digitalisierung und Globalisierung haben enorme Auswirkungen darauf, wie wir arbeiten,
leben und konsumieren. Für uns ist klar: Diese wirtschaftliche und gesellschaftliche Transforma-
tion können wir nur mit einer starken Mitbestimmung und einer hohen Tarifbindung erfolgreich
gestalten. Gute Arbeit, nachhaltigen Wohlstand und sozialen Fortschritt gibt es nur mit einem
Ausbau der Arbeitnehmerrechte und starken Gewerkschaften.
GeMAInsam Zukunft gestalten: sozial, ökologisch, demokratisch.
Die Menschen brauchen Sicherheit, gerade in Krisenzeiten und in Zeiten des Wandels. Daher for-
dern wir eine gute Qualifizierung der Beschäftigten für die Herausforderungen einer sich wandeln-
den Arbeitswelt und eine aktivierende Arbeitsmarktpolitik. Wir fordern die Erneuerung des Sicher-
heitsversprechens für einen solidarischen Sozialstaat mit guten Renten sowie einer Bürger- und
Pflegevollversicherung. Sozialabbau zur Gegenfinanzierung der gegenwärtigen Krisen lehnen wir
ab: Sozialabbau ist eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie!
Wir haben viel erreicht! Durch Kurzarbeit konnten in der Pandemie drei Millionen Arbeitsplätze
gerettet und die Arbeitslosigkeit niedrig gehalten werden. Dass der Mindestlohn noch in diesem
Jahr auf 12 Euro erhöht wird, ist auch unser Erfolg. Das kommt Millionen Menschen – besonders
Frauen – im Land zugute.
In diesen Wochen finden Betriebsratswahlen in rund 28.000 Betrieben statt. 180.000 Betriebsrät*innen
kämpfen für Gute Arbeit und sichere Beschäftigungsperspektiven. Das geht am besten mit und in
Gewerkschaften!
Wir stehen für eine demokratische, gerechte und solidarische Gesellschaft und Arbeitswelt. Wir
stehen für die solidarische Kraft der Vielen! Die Herausforderungen unserer Zeit können wir meis-
tern, in Deutschland und Europa, wenn wir gemeinsam handeln und niemanden bei den Ver-
änderungen, die vor uns liegen, alleine lassen.

GeMAInsam Zukunft gestalten! Das ist unser Auftrag!




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1. Mai Gronau
1. Mai Rheine